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Produktsuchmaschinen im Online-Marketing-Mix

Seit Google Shopping nicht mehr kostenlos ist, wurde das Thema Produktsuchmaschinen für viele Werbetreibender relevanter. Sicherlich haben sich auch viele aus diesem Bereich zurückgezogen, weil die Summe der Klicks und die Absprungrate bei Produktsuchmaschinen vergleichweise hoch sind. Das liegt in der Natur der Sache bzw. des Produkts: Besucher von Produktsuchmaschinen möchten sich inspirieren und über Preise informieren. Produktsuchmaschinen bieten genau das an – viele Produkte und die dazugehörigen Preise übersichtlich auf einer Seite dargestellt. Vergleichsweise also mit einer Artikelübersichtsseite in einem Online-Shop. Bei den meisten Anbietern ist es so, dass man zum verkaufenden Online-Shop gelangt, wenn man ein Produktbild anklickt. Nachdem man auf den Detailseiten landet, erhält man dann eine größere Ansicht des Artikels und stellt vielleicht fest, dass das Produkt nicht ganz den Vorstellungen entspricht – und geht wieder zurück zur Produktsuchmaschine, um den nächsten Artikel anzuklicken.

Hohe Absprungrate, aber viele Neukunden

Der Nachteil ist, dass auf diese Weise viele Klicks entstehen und die Absprungrate steigt. Der Vorteil ist aber, dass man über diesen Kanal verhältnismäßig viele Neukunden gewinnen kann, da den Nutzern von Preissuchmaschinen der Shop oder häufig auch die Marke hinter dem Produkt egal sind. Es geht um einen günstigen Preis und die zu den Vorstellungen passende Optik des Produkts.

Produktdatenfeeds

Um überhaupt Produktsuchmaschinen im Online-Marketing-Mix verwenden zu können, muss man diesen einen so genannten Datenfeed zur Verfügung stellen. Dabei sollte man auf jeden Fall ein unterstützendes Tool einsetzen. Im Gegensatz zu reinen Suchmaschinen ist die Anbieter-Vielfalt bei Produktsuchmaschinen sehr hoch. Jede hat eigene Anforderung an den Datenfeed und dessen Inhalte, was viele verschiedene Versionen erfordert. Durch entsprechende Tools kann jede Produktsuchmaschine mit den passenden Daten versorgt werden. Außerdem lassen sich im verwendeten Tool Auswertungen erstellen und Optimierungen durchführen.

Mit folgenden Modulen lassen sich verschiedene Online-Shop-Systeme bekannter Hersteller für den Export von Produktdaten erweitern:

Steuerung und Optimierung

Die Herausforderung bei Produktsuchmaschinen ist die Steuerung und Optimierung. Nur einige wenige Anbieter haben die Möglichkeit, CPC-Gebote auf Produkt- oder Warengruppenebene anzupassen (wie bspw. Google Shopping). Das heißt, dass man bei der Steuerung eher Produkte im Datenfeed aktiviert oder löscht. Oder man verändert Inhalte, wie den Produkttitel oder die Produktbeschreibung, um in den Produktsuchmaschinen besser gefunden zu werden und so mehr Klicks/ Besucher zu erhalten.

Bei den meisten Online-Shops verändert sich das Produkt-Angebot zudem fortlaufend. Der Datenfeed muss immer wieder angepasst werden (automatisiert durch das Tool) und somit auch fortlaufend optimiert werden.

Rechtliche Aspekte

Man sollte übrigens nicht aus rechtlichen Gründen vor der Verwendung von Produktsuchmaschinen zurückschrecken. Es ist zwar, wie oben beschrieben, nicht ganz trivial, einen Datenfeed zu erstellen – setzt man aber ein entsprechendes Tool ein und sorgt auch im Online-Shop durch die oben genannten Export-Module für aktuelle Produktdaten (Preise, Angebote, Verfügbarkeit, etc.), dann sind bei regelmäßigen Updates auch die Produktdaten in den belieferten Produktsuchmaschinen aktuell. Solange die dort genannten Preise mit denen im Online-Shop übereinstimmen, ist man rechtlich auf der sicheren Seite*.

Fazit

Produktsuchmaschinen sind eine sehr gute Ergänzung für den Online-Marketing-Mix. Jeder Online-Retailer sollte diesen Kanal nutzen, wenn Produktdaten zur Verfügung gestellt werden können. Nutzer von Produktsuchmaschinen befinden sich bereits im Kaufentscheidungsprozess – es muss nur noch der richtige Online-Shop gefunden werden. Die Conversionrates sind entsprechend hoch, aber auch die Neukundenquoten sind in der Regel besser als in anderen Kanälen im Online-Marketing-Mix.

Durch die Verwendung von PSM-Tools ist auch die Erstellung der Datenfeeds ein Kinderspiel.

Ich würde mich an dieser Stelle über Kommentare mit Erfahrungen bei der Verwendung von Preissuchmaschinen im Marketing-Mix freuen und gerne auch Tools zur Erstellung, Steuerung und Optimierung genannt bekommen.

*) Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar!

Autor: Thomas Langel

Thomas arbeitet im Bereich Online-Marketing/ E-Commerce beim Versandhandelsunternehmen bonprix. Er ist dort verantwortlich für die Themen Suchmaschinenmarketing, Preissuchmaschinen, Datenfeeds und Tracking. Außerdem betreibt er den Podcast SEM fm, zu finden unter http://sem-fm.com

2 Kommentare

  1. HAllo Herr Thomas Langel,
    Herzlichen Dank für Ihre Export Modul.
    Habe Oxid 4.9.0 und habe gerade Ihre Export-Modul installier, leider bekomme ich Fehlermeldung:
    Fatal error: Call to undefined method oxConfig::getParameter() in /homepages/26/d51684345591/htdocs/modules/idealo_csv_export/idealo_export_do.php on line 491

    und
    Fatal error: Call to undefined method oxPaymentList::getInstance() in /homepages/26/d51684345591/htdocs/modules/idealo_csv_export/idealo_export_main.php on line 36

    Es wäre sehr schön,wenn Sie mir weiter Helfen könnten.
    Herzlichen Dank

    Anna

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