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Klicks als AdWords Conversion messen

Das AdWords Conversion Tracking ist für die Optimierung eines AdWords-Konto eigentlich unerlässlich. Gerade, wenn kein Tool eines Drittanbieter eingesetzt werden soll oder kann, bekommt man nur durch das AdWords Conversion Tracking die notwendigen Daten für die Optimierung bzw. Erreichung der Kampagnen-Ziele.

Die normale Vorgehensweise ist, den Tracking-Code auf der Seite zu integrieren, die als Conversion-Ziel festgelegt wurde. In den meisten Fällen ist das die so genannte „Danke-Seite“ bspw. wenn eine Bestellung erfolgreich abgeschlossen wurde oder wenn ein Formular zur Newsletter-Anmeldung abgesendet wurde. Der Code kann dabei 1:1 wie im AdWords-System ausgegeben eingesetzt werden.

Damit ist auch klar, wie der Code funktioniert: Das Javascript muss auf einer Webseite (HTML) aufgerufen werden. Dadurch kann der AdWords-Cookie ausgelesen werden und im AdWords-Interface taucht entsprechend die Conversion auf.

Was, wenn keine HTML-Seite mit dem Code aufgerufen werden kann?

Die Definition einer Conversion kann unterschiedlich ausfallen. Das Erreichen einer bestimmten Seite eines Webauftritts ist zwar die häufigste Variante, aber ebenso kann ein Klick bzw. der Aufruf eines Links eine Conversion sein. Dieser Link kann bspw. von der Webseite wegführen, also ein so genannter Click-Out sein. Für Preisvergleichsseiten oder Affiliate-Webseiten wäre dies zum Beispiel  schon eine Conversion.

OnClick-Event als Conversion

Typischerweise sieht der AdWords Conversion Tracking Code so aus:

Für die OnClick-Event-Messung verwendet man nur zwei Variablen und den img-Tag aus dem noscript-Teil.

Dieser wird zu einem JavaScript umgeschrieben und auf den Seiten platziert, auf denen der Click-Out-Event durchgeführt werden soll:

Die Links, die dann als Conversion gemessen werden sollen, werden um den onclick-Tag erweitert:

Ein Klick führt somit den AdWords-Conversion-Code aus (wovon der Nutzer nichts bemerkt) und ruft die Seite hinter dem Link auf.

Hinweis: Die Variablen „google_conversion_id“ und „google_conversion_label“ enthalten eine eindeutige Nummer oder Buchstabenfolge und können nicht 1:1 aus den oben genannten Beispielen übernommen werden. Grundlage ist der im eigenen AdWords-Interface erstellte Conversion-Tracking Code (Tools & Analysen > Conversions).

EDIT:

Um dem JavaScript etwas Zeit für den Aufruf des Codes zu geben, kann man noch eine setTimeout-Function ergänzen (Danke an Alex für den Hinweis!):

JavaScript-Teil:

Und die dazugehörige Link-Erweiterung:

Autor: Thomas Langel

Thomas arbeitet im Bereich Online-Marketing/ E-Commerce beim Versandhandelsunternehmen bonprix. Er ist dort verantwortlich für die Themen Suchmaschinenmarketing, Preissuchmaschinen, Datenfeeds und Tracking. Außerdem betreibt er den Podcast SEM fm, zu finden unter http://sem-fm.com

15 Kommentare

  1. Hi,

    im Prinzip ähnelt diese Methode dem Event-Tracking bei Google Analytics, wenn ein Klick auf ein externes Link erfasst werden soll. Und ich würde auch hier mit einer Verzögerung bei Ausführung des Klicks arbeiten, damit der Browser etwas mehr Zeit, das Tracking-Image aufzurufen, vgl. http://support.google.com/analytics/bin/answer.py?hl=en&answer=1136920

    Der JavaScrip-Teil im Header könnte dann z.B. so angepasst werden:

    function clickConv(link) {

    var google_conversion_id = 0123456789;
    var google_conversion_label = "awwFCLyvywQQqMew-wM";
    image = new Image(1,1);
    image.src = "http://www.googleadservices.com/pagead/conversion/"+google_conversion_id+"/?label="+google_conversion_label+"&script=0";

    setTimeout(function() {
    document.location.href = link.href;
    }, 100);
    }

    Der Link muss dann entsprechend so aussehen:

    Click-Out

    Grüße

    Alex

  2. Hey, vielen Dank für die Erklärung, das ist genau das was ich brauche:
    Nur jetzt mal ne „Basic-Frage“:
    Muss ich den Java-Script-Teil ZUSÄTZLICH zum „normalen“ Tracking-Code einbinden, oder muss ich diesen komplett ersetzen?
    Könntet ihr mir ein komplettes Beispiel inkl. -Tags zeigen?

    Vielen Dank!
    Ben

    • Hi Ben,

      nee, du ersetzt quasi den Conversion-Tracking Code von Google mit dem beschriebenen Javascript auf allen Seiten, auf denen du den Klick als Conversion messen möchtest.
      Du kannst den neuen Code auch einfach auf allen Seiten einbauen und dann auf den Seiten, auf denen du die Klicks messen möchtest, den a-href-Tag anpassen (wie beschrieben mit onclick=“javascript:clickConv(); return false;“ ).

      Gruß,
      Thomas

  3. Kann es sein, dass die nachträglich hinzugefügte Linkerweiterung fehlerhaft ist? Der Link ist dann nicht mehr anklickbar?!

    In der „normalen“, ohne Erweiterung funktioniert es!
    Wieso muss das „return false;“ angegeben werden?

    • Hallo Thomas,

      das „return false;“ ist wichtig, damit die setTimeout-Funktion arbeiten kann und der Standardbrowserablauf unterbrochen wird. Anschließend soll das Javascript auf die gewünschte Zielseite mit „document.location.href = link.href;“ weiterleiten.

      Das funktioniert hier aber nicht, weil „link“ keinen Wert hat. Probier es mal mit:

      onclick=“javascript:clickConv(this); return false;“

      Das müsste klappen.

      Gruß,

      Andre

  4. Hi, ich denke es ist reine Formsache aber ich bekomme im Chrome über das Addon „Tag Assitent (by Google)“ folgende Fehler zum Tracking.

    Error: No HTTP response detected
    Error: Missing tag.
    Warning: Missing CDATA comments

    Kannst Du die FEhler kurz erläutern?

    Danke,
    Martin

  5. Tolle Anleitung, scheint genau das zu sein, was ich brauche! :-)

    Trotzdem eine Frage:

    In dem umgeschriebenen Javascript die ist die Zeile

    var google_conversion_value = 0;

    plötzlich verschwunden. Allerdings möchte ich sehr wohl einen Wert mit übergeben. Kann ich die Zeile einfach wieder in der umgeschriebenen Version einfügen oder funktioniert die Wertübergabe durch das Umschreiben eh nicht mehr?

    Besten Dank und viele Grüße

    Malte

    • Hallo Malte,

      Das sollte auch in der zweiten Version funktionieren.
      Ich glaube seit dem Blogeintrag, hat sich sowieso der Conversion Code von Google ein bisschen geändert. Das heißt, du solltest die nun aktuelle Version aus dem Account als Grundlage verwenden.

      Gruß,
      Thomas

  6. Vielen Dank für die tolle Anleitung!!
    Ich hoffe ich sehe demnächst die ersten Conversation eintreffen.

    Mit der TimeOut-Ergänzung habe ich ehrlich gesagt noch nicht ganz geschnallt.
    Man nimmt den TimeOut damit der Pixel auch sicher geladen wird? Dem zu Folge ist der TimeOut nicht relevant wenn man sowie ein neues Fenster / Tab erzeugt?

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