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Google Opportunity Pack – Potentiale in AdWords

Google bietet Agenturen und Kunden die Möglichkeit, eine Liste mit Annahmen zu erstellen, welche Potentiale in einem Account noch schlummern. Derzeit ist das ein manueller Prozess, bei dem Google eine Liste auf Anfrage zusammenstellt. Es erinnert allerdings schon ein wenig an den Reiter Tools > Werbechancen, der diese Möglichkeit auch schon sehr rudimentär bietet. In Zukunft könnte diese Funktion vom Umfang auf folgende Vorschläge ausgeweitet werden:

Im Folgenden werden beispielhaft über alle Google Accounts im Durchschnitt 14 Annahmen genannt, mit denen sich automatisiert das Potential von AdWords Konten berechnen lässt. Die Potentiale beziehen sich immer auf die Werte Klicks und Conversions. Mögliche Kosten werden dabei nicht genannt, nachdem aber eine Aussage über die Klickanzahl getroffen wird, lassen sich die Kosten durch die Mulitplikation mit dem jeweils durchschnittlichen Klickpreis zumindest prognositizieren.

  1. Google erwartet einen Anstieg von 10% der Klicks und Conversions, wenn man zusätzlich zum Such-Netzwerk auch das Such-Partner-Netzwerk aktiviert.
  2. Wenn man die Gebote bereits gut funktionierender Keywords erhöht, erhält man 5% mehr Klicks und Conversions.
  3. Für das Potenzial an verlorenen Impressions verursacht durch Budgetbegrenzungen (Search & Display)  werden die gleichen Click- und Conversionraten angemommen, wir für die tatsächlich ausgelieferten Impressions.
  4. Basierend auf historischen durschnittlichen Daten, können die 2.5% mehr Klicks und eine Steigerung von 8% bei den Conversions erwartet werden, wenn man zum „Enhanced CPC“ / Automatischen CPC-Gebot wechselt.
    Diese Einstellung findet sich bei den Kampagneneinstellungen unter „Gebote und Budget“:
  5. Basierend auf historischen durchschnittlichen Daten, kann man eine Steigerung von 10% der Klicks und Conversions im Google-Suchnetzwerk erwarten, wenn man Sitelinks einsetzt. Dies ist auf die verbesserte Klickrate zurückzuführen.
  6. Wenn man den maximalen CPC auf das „Gebot für die erste Seite“ erhöht, bekommt man bis zu 10% mehr Klicks und Conversions.
  7. Wenn man relevante Suchanfragen aus dem Suchanfrage-Bericht aktiv in das Konto als Keywords aufnmmt, bekommt man bis zu 4% mehr Traffic und Conversions.
  8. Google behauptet, dass man die Klicks und Conversions um 5% steigern kann, wenn man die Gebote für bereits gut funktionierende Placements (Webseiten im Display-Werbenetzwerk) erhöht.
  9. Wenn man den Google Display Campaign Optimizer (DCO) im Display-Netzwerk einsetzt, kann man bis zu 20% mehr Klicks und Conversions bekommen. Analysen zeigen, dass manche Kunden sogar noch höhere Steigerungen von 30% erreichen, von daher sind die 20% eine eher konservative Schätzung. Es gilt zu beachten, dass die hier vorgestellten Werte Durchschnittswerte aufzeigen und in einzelnen Konten oder Branchen durchaus noch höhere Werte erreicht werden können.
  10. Wird das „Contextual Targeting Tool“ im Google Display-Netzwerk verwendet, kann man bis zu 20% mehr Klicks und Conversions bekommen.
    Das Kontext-Targeting-Tool befindet sich in AdWords unter „Berichterstellung und Tools“:
  11. Wenn man zusätzlich zu grafischen Werbemitteln Textanzeigen einsetzt, kann man bis zu 10% mehr Klicks und Conversions bekommen.
  12. Im Gegensatz zu keinem oder einem sehr geringen Budgeteinsatz für das Google Display Netzwerk, kann man die Klicks und Conversions um 10% steigern, wenn man sein Engagement im Google Display Netzwerk erhöht.
  13. Basierend auf historischen Daten, kann man einen Anstieg von 60% bei Klicks und Conversions erreichen, wenn man im Bereich „Mobile“ eine mobile-spezifische und -optimierte Kampagne aufsetzt.
  14. Setzt man das Google Conversion Tracking ein, kann man durch bessere Optimierungsmöglichkeiten innerhalb der Leistungswerte (CPA) einen Anstieg von 5% bei den Klicks und Conversions erwarten.

Autor: Thomas Langel

Thomas arbeitet im Bereich Online-Marketing/ E-Commerce beim Versandhandelsunternehmen bonprix. Er ist dort verantwortlich für die Themen Suchmaschinenmarketing, Preissuchmaschinen, Datenfeeds und Tracking. Außerdem betreibt er den Podcast SEM fm, zu finden unter http://sem-fm.com

2 Kommentare

  1. Vielleicht kannst Du noch mal in Stichworten beschreiben, wie man die einzelnen Potentiale im Interface findet?
    Viele wissen vielleicht gar nicht, wo sie Enhanced CPC und Contextual Targeting einstellen…

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