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Google Display Netzwerk Optimierung: Budgetfresser ausschließen

Das Google Display Netzwerk scheint für viele immer noch ein Buch mit 7 Siegeln zu sein und ihm lasstet immer noch das Image des Geldverbrenners an. Doch Display Netzwerk Kampagnen gehören genauso optimiert wie AdWords Kampagnen in der Google Suche. Nachfolgend ein Tipp, wie man Display Netzwerk Kampagnen durch regelmäßiges prüfen optimieren kann.

Budgetfresser im Display Netzwerk ausschließen

Wenn man keine Placement Kampagnen nutzt sondern Display Netzwerk Kampagnen kontextuell oder thematisch ausrichtet macht es durchaus Sinn in regelmäßigen Abständen nach Budgetfressern Ausschau zu halten und diese auszuschließen.

Doch welche Seiten sind Budgetfresser?

Man sollte hierbei nach folgenden Seiten unterscheiden:

Offensichtliche Arbitrage Seiten

Das Display Netzwerk wimmelt immer noch von lieblos zusammengeschusterten Seiten, deren Absicht nur ist über Adsenes Klicks Geld zu generieren- Diese Seiten haben oft keinen Mehrwert für den User und haben teilweise noch nicht einmal etwas mit dem beworbenen Thema zu tun. Da Google immer noch kein Mittel gefunden hat diese offensichtlichen reinen Arbitrage Seiten rauszufiltern sind diese keine Seltenheit.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Seiten oft einen sehr hohen CTR aufweisen, da die Adsense Anzeigen so omnipräsent platziert sind, dass ein Besucher keine andere Möglichkeit hat auf eine Anzeige zu klicken oder den Zurück Button zu betätigen.

Bei der einer regelmäßigen Sichtung der Domains und URLs im Werbe Netzwerk sollte deswegen  hohen CTRs Aussicht gehalten werden. Die Klickraten im Display Netzwer befinden sich i.d.R. im einstelligen Bereich. Alles über 10% liegt entweder eine sehr gut gestaltete Anzeige oder anderes Werbemittel zugrunde oder macht sicht Verdächtig eine reine Arbitrage Seite bzw. Gefahrenquelle für Klickbetrug zu sein. Diese Seiten sollte man genauer prüfen, also sich ansehen um besser beurteilen zu können ob es weiter Sinn macht hier Anzeigen zu schalten.

Seiten mit schlechter Performance

Obwohl eine Selbstverständlichkeit, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass man URLs, die eine schlechte Performance vorweisen mittel- langfristig ausschließen sollte. Aber erst dann wenn wie immer bei solchen Entscheidungen statistisch valide Daten vorliegen. Sprich 10 Klicks sind einfach zu wenig um beurteilen zu können, ob eine relevante Website sinnvoll ist oder nicht.

Vom Ausschluss kompletter Domains ist i.d.R. abzuraten, da es möglich sein kann, dass bestimmte URLs dieser Domains relevant bzw. performant sein können. Bei besonders großen Domains, die viele Impressionen erzeugen wie z.B. myspace oder youtube macht es Sinn diese in eigenen Anzeigengruppen zu platzieren, um CPC Gebote besser zu kontrollieren und Stück für Stück einzelne schlecht performende URLs der Domain auszuschließen.

Autor: Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Geschäftsführer und Head of SEA & SEO der Agentur Aufgesang Inbound Online Marketing aus Hannover, Gründer von SEM Deutschland und begeisterter Blogger zu den Themen SEA, SEO und Social Media Marketing.Er ist zertifizierter AdWords Professional, Google Analytics Qualified Individual und leitet AdWords Seminare an der IHK Hannover.