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Google AdWords™ Editor v9.5 ist da

Am 26.8. meldete sich  mein AdWords™ Editor morgens mit der Frage, ob er sich aktualisieren soll, was ich mit ja beantwortet habe. Die Installation der Version 9.5.1 verlief wie (fast) immer problemlos, und wie üblich müssen die Konten wieder neu heruntergeladen werden.

Gleich hier macht sich eines der neuen Features sehr bezahlt, das Herunterladen im Hintergrund. Nicht nur beim Hochladen, sondern nun auch beim Herunterladen der Bestandsdaten kann man den Account wechseln und weiterarbeiten. Das bedeutet für jeden, der mehr als ein mittelgroßes Konto betreut, eine große Effizienzsteigerung und viel Zeitersparnis beim morgendlichen Refresh der Daten. Für den Download der Reportingdaten wäre dieses Feature auch noch wünschenswert.

Auf den ersten Blick hat Google dem Editor etwas mehr Farbe und Grafik spendiert. So sind einige Spaltenüberschriften (z.B. Status) durch entsprechende Symbole ersetzt worden. Das kommt dem Platzangebot sehr zugute, was selbst bei großen Monitoren spätestens dann knapp wird, wenn man verschiedene Reportingdaten genauer anschauen möchte.

Sehr viel hat sich getan bei den Kampagneneinstellungen, wo sich 3 neue Auswahlboxen wiederfinden. Neben den alt bewährten Einstellungsmöglichkeiten sind in der neuesten Version auch die Schaltungsmethode, die Anzeigenschaltung und der Auto-optimierte CPC steuerbar. Dies ist insb. sehr nützlich, wenn man die Standardeinstellungen, die Google beim Erstellen einer Kampagne setzt, selten oder gar nicht nutzt. So kann man jetzt eine Kampagne direkt auf Vollauslieferung konfigurieren, um direkt das volle Potential auszunutzen bzw. auszutesten.

Bei den Standorterweiterungen hat Google ebenso nachgelegt, Adressen können jetzt erfasst, verändert und per CSV / XML Im- und Export hoch und heruntergeladen werden. Was leider noch nicht funktioniert, ist das Kopieren von Places – Standorterweiterungen, was zum Beispiel sehr hilfreich wäre, wenn man eine Masterkampagne dupliziert.

Daneben gibt es eine Reihe von sehr nützlichen größeren und kleineren Änderungen, auf die ich im Folgenden noch etwas näher eingehen werde:

Kampagnentests

Auf Anzeigengruppen- und Keyword Ebene findet sich nun im AdWords Editor eine Auswahl für das Testgebot. Sie ist im unteren Bereich zwischen den Standardeinstellungen und den Kommentaren versteckt.

Für die zugehörige Kampagne muss ein Kampagnentest aktiviert sein, was weiterhin online gemacht werden muss. Nach Starten eines Tests lassen sich die Gebotsfaktoren sehr komfortabel mit dem Editor steuern. Ebenso lässt sich der Teststatus (ob eine AdGroup, ein AdText oder ein Keyword ausschließlich im Test läuft, nur in der Kontrollgruppe oder wie konfiguriert in beiden) sehr elegant beeinflussen. Dazu wird die Auswahlbox Status bei Kampagnen innerhalb eines Kampagnentests um weitere Möglichkeiten angereichert.

Unbegrenzte Anzahl an Suchkriterien:

Bei komplexen  Filterregeln konnte man das Limit von 3 Filterkriterien schon recht schnell erreichen. Sowohl bei den Einstellungen als auch bei den Leistungsstatistiken können nun beliebig viele Filter gesetzt werden, was das Zusammenstellen von sehr umfangreichen Filtern ermöglicht. Die maximale Anzahl von speicherbaren Suchen ist (leider) unverändert bei 8 geblieben.

Tool zum Hinzufügen oder Aktualisieren mehrerer Elemente strukturieren:

Die Maske zum Hinzufügen mehrerer Elemente wurde um einen Vorschau Button erweitert, der schnell zeigt, welche Änderungen wie verarbeitet werden. Hiermit kann man schnell prüfen und erkennen, ob meine eingefügte Liste und die Überschriften dem entsprechen, was Google erwartet und dass die Änderungen an der richtigen Stelle im Konto landen.

Überarbeitete Gebotsschätzungen für die erste Seite

Die Gebotsschätzungen für die erste Seite als ein sehr wichtiges Indiz für Relevanz, Qualität meiner Anzeigen und mein Konkurrenzumfeld sind mit der Version 9.5 überarbeitet worden, d.h. es werden weitere Faktoren bei der Ermittlung berücksichtigt.

Sonderzeichen in Display URLs

Nicht-ASCII Domainnamen sind mit der neuen Editor Version möglich, d.h. z.B. die Nutzung von Umlauten oder anderen Schriftarten (Kyrillisch). Ebenso können IP Adressen (IPv4 und IPv6) anstelle von Domainnamen genutzt werden. Insb. die Nutzung von Umlauten in der Display URL (z.B. mittels Keyword Insertion oder um ein Hauptkeyword in der Anzeige URL zu platzieren) kann unter Umständen der Klickrate und somit dem CPC gut tun.

 

Last but not least bietet der neue Google AdWords™ Editor einige Features, die ich kurz nennen möchte. Wir können nun zusätzliche Größen bei Image Anzeigen steuern, vor dem Rückgängigmachen einer Änderung erfolgt eine (wegkonfigurierbare) Warnung und der Ablehnungsgrund für Anzeigen ist per Mouse Over direkt ersichtlich.

 

Weitere Informationen und Details gibt es hier von Google.

Autor: Thomas Grübel

Ich bin Top Beitragender in der AdWords Community, von Google qualifizierter Google AdWords™-Spezialist, DAA certified Webanalyst, Gründer und Geschäftsführer der InBiz Online Marketing GmbH & Co. KG. Seit 2004 arbeite ich im Bereich Suchmaschinenmarketing, habe dabei namenhafte Kunden und internationale Kampagnen betreut.

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